Timeline Russia in Space | Zeitabschnitt: 1926 - 1940
1926
K.E. Tsiolkovsky vervollständigt in Kaluga seine Arbeit "Erforschung des äußeren Raumes durch propulsive Geräte". Der Autor fasst vorausgehende Arbeiten auf Raketen- und Ingenieurwesen und Kosmonautik mit wichtigen Zusätzen zusammen. Er stellt einen konsequenten Plan zur Umsetzung der Raumerforschung vor.
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1927
24. April: Eröffnung der ersten internationalen Ausstellung von interplanetarischen Raumfahrzeug-Modellen, Mechanismen, Instrumenten und historischen Materialien. Die Ausstellung ist sehr erfolgreich und dauert zwei Monate.
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N.I. Tikhomirov beginnt in seinem Laboratorium mit Arbeiten an einer Konstruktion, die Flugzeuge mittels Raketen aus rauchfreiem Pulver beschleunigen soll. Die Arbeit wird im Jahr 1933 vom staatlichen Amt für Flugprüfung vervollständigt.
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1928
Flüge der ersten GDL Raketen, die mit rauchfreiem Pulver gefüllt werden und von N.I.Tikhomirov entworfen sind.
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Veröffentlichung von den ersten von neun Fragen der enzyklopädischen Arbeit "Interplanetarische Flüge" von N.A. Rynin, der eine hervorragende Rolle im popularisieren der Vorstellungen von Raketen-Ingenieurwesen und Kosmonautik inne hat. Die letzte Frage wird 1932 veröffentlicht.
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1929
Im Januar veröffentlicht Y.V. Kondratyuk (A.I.Shargei) seine Arbeit "Erforschung des interplanetarischen Raumes".
Bild: RiS 06 - Y.V. Kondratyuk (A.I. Shargei) 1897 - 1941
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Im Februar veröffentlicht B.S. Stechkin seine klassischer Arbeit "Theorie des luftatmenden Motors" in der Zeitschrift "Luft-Flotte & Ingenieurwesen", die Grundsätze der Theorie von Motoren dieser Art legt.
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In seiner Arbeit "Raumzüge" entwickelt K.E. Tsiolkovsky die Theorie von mehrstufigen Raketen, die teilweise auch wiederverwendbare Elemente besitzen.
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1930
18. April: Erster Test eines experimentellen Düsen Motors, der von F.A. Tsander entworfen wird ("Erstes Prototyp-Düsenflugzeug "- OR-1). Als Treibstoff wird eine Mischung aus Luft und Benzin verwendet.
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1931
V.P. Glushko beginnt mit den Tests am ersten sowjetischen experimentellen Flüssigkeits-Raketen-Motor.
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1932
Schaffung des Ingenieursstudiums für Düsenantrieb (IRD) am Osoaviakhim-Institut in Moskau unter dem Vorsitz von F.A. Tsander und in Leningrad unter dem Vorsitz von V.V. Razumov.
Bild: RiS 07 - Fridrikh .A. Tsander 1887 - 1933
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Sergej Pawlowitsch Koroljow (1907-1966) wird Vorsitzender des technischen Rates für experimentelle Raketen-Entwicklung am Moskauer GIRD-Institut.
Bild: RiS 08 - Sergej Pawlowitsch Koroljow (1907-1966)
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Im September veröffentlicht F.A. Tsander seine Arbeit "Probleme eines Fluges mittels Düsentriebwerks".
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Während eines Tests wird ein 82mm Raketen-Projektil auf ein I-4 Flugzeug abgefeuert.
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1933
Ab dem 13. März beginnen die Tests des OR-2 Motors, dem ersten sowjetischen Flüssigkeits-Raketen Motor, entwickelt von F.A. Tsander. Der Motor wird für die Installation an Flugzeugen angepasst.
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17. August: Abschuß der ersten sowjetischen Hybrid-Brennstoff-Rakete, entwickelt von M.K. Tikhonravov.
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21. September: Auf Weisung des militärischen Rates der UdSSR wird das Düsenerforschungs-Institut, basierend auf dem GDL und dem MosGIRD geschaffen.
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25. November: Abschuss der ersten sowjetischen GIRD-X Flüssigkeits-Rakete, die von F.A. Tsander entwickelt wird.
Bild: RiS 09 - Vor dem Start der GRID-X Rakete, S.P. Koroljow mit Team
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Erste Prüfungen an einem Flüssigkeitsraketen-Motor, der von V.P. Glushko entworfen wird, entwickelt beim GDL.
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Entwicklung von 9 verschiedenen Arten von Raketen-Projektilen mit rauchfreiem Pulver, welche von B.S. Petropavlovsky und G.E. Langemak entwickelt werden. V.A. Artemyev und I.T. Klejmenov vom GDL vervollständigen die Entwicklung. Flugpüfungen werden mit Abschüssen vom Boden, von Schiffen und von Fahrzeugen aus vervollständigt. Die Projektile, die bei RNII hergestellt werden, werden unter Kampf-Bedingungen ab 1939 und im Zweiten Weltkrieg zwischen 1941 und 1945 erfolgreich eingesetzt.
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1934
Am 23. Mai fliegt zum ersten Mal die Rakete "06.1". Es ist eine Experimental-Rakete, die unter der Führung von S.P. Koroljow entworfen wird. Die Rakete besitzt einen Hybrid-Raketenmotor mit einem Stabilitäts-Augmentations-System.
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1935
2. März: Die All-Unions-Konferenz vom 2. bis 3. März in Moskau beschließt die Benutzung von Düsenflugzeugen zur Stratosphärenerkundung. Dieser Entschluss spielt eine grosse Rolle bei der Schaffung neuer Wege, die förderlich sind für die Entwicklung und Erforschung von Raketenhardware.
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Im November veröffentlicht S.P. Koroljow seine Arbeit "Raketenflug in die Stratosphäre", datiert auf 1934.
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1936
Am 9. Mai beginnen die Flugerprobungen von "216" (06/111), einer Experimental-Rakete. Als Antrieb dient ein Sauerstoff-Alkohol-Motor mit einem gyroskopischen Gerät zur Zwei-Achsen-Stabilisierung. Die Rakete wird unter der Führung von S.P. Koroljow geschaffen.
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1937
Ab dem 11. April beginnen die Erstflüge von experimentellen, ballistischen Raketen, die von einem Sauerstoff-Alkohol-Gemisch angegrieben werden. Der Ingenieur L.K. Korneev testet die R-03, der Ingenieur A.I. Polyarny testet die R-06.
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Die Tests an der RP-318-1 Rakete von S.P. Koroljow beginnen. Die Rakete wird an einem Segelflugzeug befestigt. 30 Tests werden in den Jahren 1937 bis 1938 vervollständigt.
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1938
Beginn der Entwicklung einem Mehrfach-Raketen-Abschuss-System bei RNII für Bodentruppen und Marine.
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1939
Ab dem 29. Januar beginnen die Flugtests der kontrollierten "212-Rakete", die unter der Leitung von S.P. Kowoljev entwickelt wird. Es handelt sich bei der Rakete um eine geflügelte Rakete, die vom ORM-65 Stickstoff-Kerosin-Motor angetrieben wird, der von V.P. Glushko enworfen worden ist. Auch trägt die Rakete ein Drei-Achsen-Stabilisierungssystem mit sich.
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Ab dem 19. Mai finden Prüfungen von I.A. Merkulovs zweistufiger Rakete mit Pulver-Treibstoff-Motor statt. Die Rakete ist bei Osoaviakhim entwickelt worden. Es ist die erste Rakete der Welt mit dem sogenannten "RAM-Jet-Motor".
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Am 20. August werden Raketen-Projektile (RS-82) zur Zerstörung von Luft- und Bodenzielen beim Konflikt mit Japan am Halkon-Gol Fluß eingesetzt.
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Von 1939 bis 1941 werden die Mehrfach-Trägerraketen BM-13 und andere ("Katyusha"), die bei RNII entwickelt werden, eingesetzt. Auch während des Zweiten Weltkrieges zwischen 1941 und 1945 werden die Raketen eingesetzt.
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1940
Ab dem 5. Januar beginnen die Flugprüfungen der Rakete "604", einer experimentellen ballistischen Rakete mit einem Hybrid-Motor, entwickelt bei RNII. Die Flugstrecke beträgt mit der Rakete ungefähr 20 Kilometer
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28. Februar: Erste Tests von "RP-318-1", einem raketengetriebenem Segelflugzeug, entwickelt unter Federführung von S.P. Koroljow. Geflogen wurde das Flugzeug vom Piloten V.P. Fedorov (SK-9 Segelflugzeug ist mit RDA-1-150 Stickstoff-ätzendem Kerosin-Motor ausgestattet, der von L.S. Dushkin entworfen wird).
Bild: RiS 10 - Das Segelflugzeug SK-9 mit Raketenantrieb "RP-318" - 1940
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